Kurz gesagt. Motorradtaschen wählst du nach dem Montageort am Motorrad aus: Lenker, Tank, Sturzbügel, Heck, Seiten oder Gepäckbrücke. Jeder dieser Plätze hat ein typisches Volumen, ein Befestigungssystem und eine Gewichtsgrenze. Bevor du Marken und Preise vergleichst, solltest du drei Dinge klären: Wie viele Liter brauchst du für deine tatsächliche Reise? Woran wird die Tasche an deinem Motorrad befestigt? Und welche Wasserdichtigkeit brauchst du?
In diesem Ratgeber findest du einen Vergleich der sechs Gepäckarten und eine Methode, um den Bedarf in Litern pro Nacht zu berechnen. Wir erklären auch, was IPX6 und IPX7 gemäß der Norm IEC 60529 wirklich bedeuten, wie viel Gewicht die Koffer tragen und was Art. 170 der Straßenverkehrsordnung zur Breite besagt. Abgerundet wird der Ratgeber durch drei fertige Konfigurationen mit Produkten, die bei Endurrad erhältlich sind. Die technischen Daten entsprechen den Angaben der Hersteller und sind als solche gekennzeichnet. Schätzungen sind als solche markiert.
Am Motorrad gibt es sechs Plätze für eine Tasche, und für jeden gelten eigene Regeln
Der Name der Tasche ist wenig entscheidend. Wichtig sind der Montageort, das verfügbare Volumen und wie fest sie bei 130 km/h oder auf Schotter sitzt.
| Position | Typisches Volumen | Befestigung | Vorteil | Einschränkung |
|---|---|---|---|---|
| Lenker | 1-3 L | Gurte oder Klettband an der Querstrebe | Telefon und kleine Gegenstände im Blick | Minimales Volumen, auf Kabel und Bedienelemente achten |
| Tank | 3-10 L | Tankring, Magnete oder Gurte | Lässt sich öffnen, ohne abzusteigen, und an der Tankstelle abnehmen | Kann bei vollem Lenkeinschlag den Lenker berühren |
| Sturzbügel | 5-6 L pro Seite | Gurte am Sturzbügelrohr | Nutzt sonst ungenutzten Platz, tief und mittig liegendes Gewicht | Hängt vom Rohrdurchmesser ab, Sturzbügel erforderlich |
| Heck und Sitzbank | 20-90 L | Gurte an der Gepäckbrücke oder auf dem Soziussitz | Kein Träger nötig, lässt sich von einem Motorrad aufs andere umsetzen | Hoch und weit hinten liegendes Gewicht, verrutscht bei schlechter Befestigung |
| Seiten (seitlich) | 23-45 L pro Seite | Modellspezifische Träger, manchmal Gurte | Das größte Volumen bei niedrigstem Schwerpunkt | Verbreitern das Motorrad und erfordern fast immer Träger |
| Gepäckbrücke (Topcase) | 28-45 L | Modellspezifische Gepäckbrückenplatte | Abschließbar, Platz für einen Helm | Gewicht hinter dem Rad, geringe Zuladungsgrenzen |

Ein Reisekonzept kommt fast nie mit nur einer Tasche aus. Meist gibt es einen Tankrucksack für Dinge, die du während der Fahrt brauchst, ein großes Volumen an den Seiten oder am Heck für Kleidung und Campingausrüstung und manchmal eine kleine Zusatztasche an den Sturzbügeln für Werkzeug und Regenkleidung. In den folgenden Abschnitten erfährst du, welche dieser Teile du brauchst und in welcher Größe.
Die Literzahl richtet sich nach den Nächten unterwegs, nicht nach Augenmaß
Wer Gepäck kauft, das zu groß ist, füllt es trotzdem. Wer zu kleines Gepäck kauft, bindet am Ende eine Tasche auf den Sitz. Die richtige Größe hängt davon ab, wie viele Nächte du unterwegs bist und wo du übernachtest.
| Art der Reise | Ungefähres Gesamtvolumen | Typische Zusammenstellung |
|---|---|---|
| Tagesausflug, Alltagseinsatz | 5-15 L | Tanktasche oder Sturzbügeltaschen |
| Wochenende im Hotel, 1-2 Nächte | 30-50 L | Hecktasche mit 40-50 L plus Tanktasche |
| Eine Woche im Hotel, allein | 60-80 L | Paar Seitenkoffer mit 30-40 L plus Tanktasche |
| Eine Woche Camping | 100-130 L | Seitenkoffer, Hecktasche für Zelt und Schlafsack, Tanktasche |
| Zu zweit mit Beifahrer | 90-120 L | Seitenkoffer plus Topcase. Der Soziussitz steht nicht als Ladefläche zur Verfügung |
Das entscheidende Detail ist die Form des Volumens, noch mehr als die Literzahl. Eine halb leere 50-L-Hecktasche fällt zusammen und verrutscht unter den Gurten. Deshalb haben die besten Drybags eine Innenplatte oder ein Entlüftungsventil, durch das nach dem Verschließen die Luft entweicht. Mehr dazu erfährst du im Leitfaden zur Hecktasche mit 40, 50, 66 oder 90 Litern und im Beitrag darüber, warum ein Drybag unterwegs verrutscht.
Vor der Tasche kommt die Wahl der Befestigung
Viele Rücksendungen und viele Taschen, die in der Garage liegen bleiben, haben dieselbe Ursache: Das Gepäckstück passte, aber es gab nichts, woran es befestigt werden konnte. Jede Taschenfamilie hat eine bestimmte Voraussetzung, die du an deinem Motorrad prüfen musst.
Tanktasche: Ring, Magnete oder Gurte
Klassische magnetische Tanktaschen haben Magnete im Boden und liegen direkt auf dem Tank auf. Sie funktionieren nur, wenn der Tank aus Stahl ist. Auf Kunststoff, Aluminium oder einer Abdeckung halten sie nicht. LOBOO-Taschen verwenden eine andere Lösung: einen Ring, der an den Befestigungspunkten des Tankdeckels angeschraubt wird und am Motorrad bleibt. Die Tasche wird mit Magneten und mechanischen Clips am Ring befestigt, daher spielt das Material des Tanks keine Rolle. Zu prüfen ist der Ring, der speziell für die jeweilige Motorradfamilie ausgelegt ist und separat gekauft wird. Ohne Ring lässt sich die Tasche nicht montieren. Alle Teilenummern findest du im Leitfaden zum Befestigungsring für Tanktaschen.

Sturzbügeltaschen: Entscheidend ist der Rohrdurchmesser
Für Sturzbügeltaschen gibt es keine Liste kompatibler Motorräder, denn die Kompatibilität hängt vom Rohr des Sturzbügels ab. Die LOBOO Wanderer BHGB11T-Taschen werden an Bügeln mit einem Durchmesser von 22 bis 28 mm befestigt. Die aufblasbaren BHGB05T erfordern dagegen ein rundes Rohr mit 25 mm Durchmesser, wie in der Anleitung angegeben. Miss den Außendurchmesser mit einem Messschieber an der Stelle, an der die Tasche montiert werden soll. Prüfe auch, ob hinter dem Bügel genügend Platz ist und keine Kabel, Bremsleitungen oder der Kühler im Weg sind. Wie du die Sturzbügel optimal nutzt, erklären wir im Ratgeber zu Sturzbügeln.
Seitenkoffer: Der Träger entscheidet über den Koffer
Seitentaschen mit Gurten, die auf der Sitzbank aufliegen, sind universell, aber auch am wenigsten stabil. Richtige Seitenkoffer werden an modellspezifischen Seitenkofferträgern befestigt. Jedes System hat seinen eigenen Standard. Die halbstarren LOBOO Wanderer und die aufblasbaren ALPS werden an Trägern mit 18-mm-Rohr montiert. Die PIKE TRACKER-Aluminiumkoffer passen nur auf LOBOO-Träger, nicht auf GIVI-, SW-Motech- oder originale BMW-Träger. Die praktische Regel ist einfach: Du wählst den Träger passend zu deinem Motorrad, und der Träger bestimmt, welche Koffer montiert werden können. Einen Vergleich der drei Technologien findest du im Ratgeber Aluminiumkoffer, halbstarre Koffer oder weiche Taschen.
Topcase: Platte und Gepäckträger
Das Topcase wird auf einer Platte befestigt, und die Platte wird entweder auf den Originalgepäckträger oder auf einen verstärkten Gepäckträger geschraubt. Die zulässige Zuladung hängt fast immer vom Gepäckträger ab, nicht vom Topcase. Es lohnt sich, dies im Ratgeber dazu nachzulesen, wie viel Gewicht ein Gepäckträger trägt, und im Ratgeber zu Topcase-Platten.
- Beim Tankrucksack: Zähle die Schrauben des Tankdeckels und suche nach der passenden Ringnummer.
- Bei Sturzbügeltaschen: Miss den Außendurchmesser des Rohrs genau an der Montagestelle.
- Bei Seitenkoffern: Prüfe, welche Träger es für Marke, Modell und Baujahr deines Motorrads gibt.
- Beim Topcase: Lies in der Betriebsanleitung nach, welche Zuladung für den Gepäckträger zulässig ist.
- Bei Hecktaschen: Prüfe den Abstand zum Auspuff, besonders bei hochgelegten Endrohren.
IPX6 und IPX7 versprechen nicht dasselbe
„Wasserdicht“ ist keine technische Angabe. Die IP-Schutzart schon: Sie ist in der Norm IEC 60529 festgelegt. Die zweite Ziffer gibt den Schutz vor Wasser an und entspricht einer bestimmten Prüfung.
| Schutzart | Vorgesehene Prüfung | Was das beim Motorradfahren bedeutet |
|---|---|---|
| IPX4 | Spritzwasser aus allen Richtungen, etwa 10 L/min für 10 Minuten | Leichter Regen und Spritzwasser von der Straße |
| IPX5 | Wasserstrahl mit 12,5 L/min aus 3 m Entfernung für 3 Minuten | Anhaltender Regen |
| IPX6 | Starker Wasserstrahl mit 100 L/min aus 3 m Entfernung für 3 Minuten | Starkregen, Autobahnfahrt im Regen, Waschen |
| IPX7 | Eintauchen bis 1 m für 30 Minuten | Furt, Tasche in eine Pfütze gefallen, schlammige Schotterwege |

Für den Straßeneinsatz ist IPX6 mehr als ausreichend, auch auf langen Reisen bei starkem Regen. IPX7 ist für alle gedacht, die Furten durchqueren, ihre Taschen auf dem Boden am Campingplatz abstellen oder viel auf unbefestigten Wegen unterwegs sind. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, drei Details zu prüfen, die in technischen Datenblättern oft fehlen.
- Der Verschluss ist genauso wichtig wie das Material. Ein Rollverschluss muss mehrmals eingerollt werden, um die angegebene Dichtigkeit zu erreichen; in der Anleitung der Wanderer-Taschen wird dies ausdrücklich erwähnt. Ein Reißverschluss ist nur dann dicht, wenn er wasserdicht ist.
- Außentaschen sind in der Regel nicht durch die IP-Schutzart abgedeckt. Bei der Wanderer-Hecktasche mit 50 L gibt LOBOO an, dass die Schutzart IPX6 für das Hauptfach gilt, nicht aber für die Außentaschen. Telefon und Dokumente gehören ins Hauptfach.
- Nicht alle Hartschalenkoffer haben eine IP-Schutzart. Für die PIKE TRACKER-Aluminiumkoffer gibt der Hersteller keine Schutzart an: Die Dichtigkeit wird durch die Deckeldichtung gewährleistet. Für empfindliche Gegenstände ist eine Innentasche weiterhin die beste Lösung.
Weich, halbstarr, aufblasbar oder aus Aluminium: vier Antworten auf vier verschiedene Fragen
Die eine beste Lösung gibt es nicht. Jede der vier Technologien macht Abstriche in einem Bereich, um in einem anderen etwas zu bieten.
| Kriterium | Weich (Drybag) | Halbstarr | Aufblasbar | Aluminium |
|---|---|---|---|---|
| Leergewicht | Am geringsten | Gering | Gering | Am schwersten: angegebenes Gewicht von 11,6 kg pro Paar PIKE TRACKER 35+30 |
| Diebstahlschutz | Kein Schloss oder Sicherungsseil | Schloss am Gurt | Stahlseil mit Schloss | Schloss im Deckel |
| Verhalten bei einem Sturz | Reißt oder verrutscht | Die Kanten sind geschützt, die Außenhülle verformt sich | Das Luftpolster absorbiert den Aufprall | Wird verbeult und kann das Motorrad schützen |
| Geländefahrten | Gut, wenn die Gurte richtig festgezogen sind | Ausgezeichnet | Ausgezeichnet | Unauffällig: harte Kanten in Beinnähe |
| Alltagsgebrauch | Sie lassen sich montieren und abnehmen | Sie lassen sich von Hand abnehmen | Sie lassen sich entlüften und verstauen | Der Helm passt hinein, abschließbar |
| Preis bei Endurrad | Ab 54 € (Hecktasche 40 L) | 981 € pro Set, Träger nicht inbegriffen | Ab 626 € pro Paar | Ab 644 € pro Paar, Träger nicht inbegriffen |
- du mehrere Motorräder nutzt oder für dein Motorrad keine Träger erhältlich sind;
- du das Gepäck nur ein paar Mal im Jahr brauchst;
- das Budget knapp ist;
- du das Motorrad am Montagmorgen sauber haben möchtest.
- du lässt das Motorrad oft unbeaufsichtigt in der Stadt oder im Hotel;
- du musst den Helm verstauen;
- Du reist zu zweit mit viel Gepäck;
- Das Gepäck bleibt das ganze Jahr über montiert.

Halbstarre Koffer setzen sich bei Adventure-Reisenden immer mehr durch. Sie haben eine Außenhülle aus technischem Gewebe und eine innere Formplatte, sodass sie auch halb leer ihre Form behalten und deutlich weniger wiegen als Aluminiumkoffer. Aufblasbare Koffer sind die neueste Option: Ein Luftschlauch dient als Trägerstruktur. Der Hersteller der ALPS gibt eine Tragfähigkeit von mindestens 300 kg pro aufgeblasenem Koffer an. Das ist ein zusätzlicher Schutz, aber keine zugelassene Vorrichtung. Weitere Informationen zum Vergleich gibt es im Ratgeber zu halbstarren Koffern und im Ratgeber zu Aluminiumkoffern.
Gewicht, Geschwindigkeit und Breite: die Grenzen, die fast niemand nachliest
Eine Tasche hat eine Tragfähigkeit, eine Höchstgeschwindigkeit und eine Breite. Diese Grenzen legt nicht der Verkäufer der Tasche fest, sondern der Motorradhersteller und die Straßenverkehrsordnung.
Nehmen wir als Beispiel die von BMW Motorrad angegebenen Werte für das Vario-System der R 1300 GS: 10 kg pro Seitenkoffer, 6 kg für das Topcase, insgesamt 26 kg und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Diese Werte gelten nur für dieses System. Sie zeigen jedoch die Größenordnung: Zehn Kilo pro Seite sind schnell erreicht, und das hinter dem Rad überstehend montierte Topcase trägt deutlich weniger als die Seitenkoffer. Für jedes Gepäckstück gelten die zulässige Höchstlast des Motorrads, die in den Fahrzeugpapieren steht, und die Tragfähigkeit des Gepäckträgers.
Was in der Straßenverkehrsordnung steht
Art. 170 Absatz 5 der Straßenverkehrsordnung verbietet es, auf Motorrädern Gegenstände zu transportieren, die nicht sicher befestigt sind, mehr als 50 cm überstehen oder die Sicht des Fahrers einschränken. Das Bußgeld beträgt 83 bis 332 Euro. Nach gängiger Auslegung, wie sie auch von Dueruote wiedergegeben wird, bedeuten 50 cm pro Seite ab der Mittelachse des Motorrads mit Seitenkoffern eine Gesamtbreite von etwa 1 Meter. Der Hersteller kann für seine Koffer eine größere Breite genehmigen lassen; in diesem Fall ist der Wert in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Vor der Montage eines besonders breiten Kofferpaars empfiehlt es sich, die Gesamtbreite zu messen.
Die Gewichtsverteilung ist genauso wichtig wie das Gesamtgewicht. Schwere Dinge wie Werkzeug, Wasser und Kompressor gehören tief und nahe an die Mitte des Motorrads: in die Seitenkoffer, ganz nach unten und in Richtung Rad, oder in die Sturzbügeltaschen. Leichte, sperrige Dinge wie Schlafsack, Jacke und Isomatte gehören ans Heck. Das Topcase sollte leichten Gegenständen und dem Helm vorbehalten bleiben.
Drei passende Konfigurationen, von der Tagestour bis zur langen Reise
Das sind drei Kombinationen aus Produkten, die heute bei Endurrad erhältlich sind. Jede ist für einen anderen Einsatzzweck gedacht.
1 · Tagestouren und Alltag ohne Träger
Ein erweiterbarer Tankrucksack mit 4,5-6,5 L samt Befestigungsring, dazu ein Paar wasserdichte IPX6-Sturzbügeltaschen mit 6 L, wenn das Motorrad bereits Sturzbügel hat. Zusammen bieten sie etwa 17-18 Liter, die tief und griffbereit verteilt sind, ohne das Motorrad auch nur einen Zentimeter breiter zu machen. Wer alles im Blick behalten möchte, kann außerdem die 2-L-Lenkertasche mit Smartphonefach nutzen.
2 · Wochenend- und Kurzreisen mit jedem Motorrad
Ein IPX6-Heckkoffer mit 40 bis 90 L und Entlüftungsventil oder die Wanderer-Hecktasche mit 50 L und innenliegender U-Platte, die auch halb leer ihre Form behält. Dazu kommt der Tankrucksack. Kein Träger muss montiert werden, und das Volumen passt für alles von einer Übernachtung bis zu einer Woche im Hotel. Im Rucksack empfiehlt sich die faltbare 30-L-Tasche für das zusätzliche Gepäck auf der Rückfahrt. Wie du sie richtig verzurrst, erklären wir unter So befestigst du die Hecktasche.
3 · Lange Adventure-Reise, auch auf Schotter
Ausgangspunkt sind die Seitenkofferträger für dein Motorrad. An diesen Trägern kannst du die halbstarren Wanderer-Koffer mit 40+30 L montieren, inklusive zwei 20-L-Taschen und einem angegebenen Gesamtvolumen von bis zu 120 L. Alternativ gibt es die aufblasbaren ALPS-Seitenkoffer mit 23 oder 30 L, IPX7, oder die PIKE TRACKER-Aluminiumkoffer mit 65 bis 90 L pro Paar. Dazu kommen ein Tankrucksack, Sturzbügeltaschen und, wenn du zu zweit unterwegs bist, das 36- oder 45-L-Aluminiumtopcase auf seiner passenden Trägerplatte. Für die komplette Vorbereitung des Motorrads gibt es den Ratgeber So bereitest du dein Motorrad auf eine lange Reise vor.

Fehler, die eine gute Gepäcklösung ruinieren
Es sind fast immer dieselben Fehler, und fast immer lassen sie sich mit fünf Minuten Überprüfung vor der Bestellung vermeiden.
- Den Tankrucksack ohne Tankring bestellen. Mit dem Ringsystem lässt sich der Tankrucksack allein nicht montieren. Der passende Code hängt vom Tankdeckel deines Motorrads ab.
- Den Durchmesser der Sturzbügel ignorieren. Die aufblasbaren Taschen BHGB05T benötigen ein 25-mm-Rohr. Bei 22-mm-Bügeln empfiehlt sich das Modell BHGB11T, das für 22 bis 28 mm geeignet ist.
- Einen halb leeren Packsack festzurren. Der Sack verformt sich, die Gurte lockern sich und die Ladung verrutscht. Die Luft muss über das Ventil abgelassen werden oder man wählt eine Tasche mit Innenstruktur.
- Schwere Dinge ins Topcase packen. Das Topcase liegt am weitesten vom Schwerpunkt entfernt und hat die niedrigste zulässige Zuladung im gesamten Gepäcksystem.
- Den Auspuff nicht vergessen. Weiche Heck- und Seitentaschen in der Nähe des Endschalldämpfers können heiß werden oder verbrennen. Asymmetrische Koffer wie die PIKE TRACKER 35+30 haben rechts einen schmaleren Koffer, um Platz für den Auspuff zu lassen.

Datenblätter: die bei Endurrad erhältlichen Taschen
Angaben der Hersteller, anhand der Endurrad-Datenblätter überprüft. Preise und Verfügbarkeit mit Stand vom 16.10.2026.

- Volumen
- 4,5 L, auf 6,5 L erweiterbar
- Befestigung
- Tankring, 4 Magnete und Clip
- Basiseinstellung
- 11 cm vor und zurück
- Gewebe
- 2520D-Ballistiknylon
- Ring
- Nicht enthalten, motorradspezifisch

- Volumen
- Festes Volumen von 10 L, halbstarr
- Maße und Gewicht
- 340 × 260 × 190 mm · 900 g
- Befestigung
- Tankring, 4 Magnete und 4 Clips
- Im Lieferumfang enthalten
- Regenschutz
- Ring
- Nicht enthalten, motorradspezifisch

- Volumen
- 40, 50, 66 und 90 L
- Dichtigkeit
- IPX6
- Konstruktion
- PVC mit Hochfrequenzverschweißung
- Verschluss
- Patentierter magnetischer Rollverschluss
- Extras
- Entlüftungsventil, Trocken-Nass-Trennung

- Volumen
- 50 L
- Dichtigkeit
- IPX6 am Hauptfach
- Gewebe
- 840D-Verbund-TPU, 0,65 mm
- Aufbau
- Abnehmbare U-Platte
- Extras
- Rucksack-Schultergurte, MOLLE, Ventil

- Volumen
- 6 L pro Seite, 12 L pro Paar
- Dichtigkeit
- IPX6, Rollverschluss
- Kompatible Sturzbügel
- Rohr mit 22 bis 28 mm Durchmesser
- Aufbau
- U-förmiger Rahmen aus PP
- Montage
- Gurte, werkzeuglose Montage

- Volumen
- 6 L pro Seite, 12 L pro Paar
- Kompatible Sturzbügel
- Rundrohr mit 25 mm Durchmesser
- Angegebene Tragfähigkeit
- ≥ 300 kg bei aufgeblasener Tasche
- Aufblasdauer
- Angegebene Dauer: ≥ 6 Stunden
- Hinweis
- Zusätzlicher Schutz, nicht zugelassen

- Volumen
- 40+30 L (40+40 nur für R 1300 GS), plus 2 Packsäcke mit je 20 L
- Dichtigkeit
- IPX6
- Träger
- Rohr mit 18 mm Durchmesser, nicht enthalten
- Diebstahlschutz
- Schlüsselschloss, zwei Schließzylinder pro Koffer
- Extras
- MOLLE, reflektierende Einsätze

- Volumen
- 23 oder 30 L pro Koffer
- Dichtigkeit
- IPX7, wasserdichter Reißverschluss
- Angegebene Tragfähigkeit
- ≥ 300 kg bei aufgeblasener Tasche
- Träger
- Rohr mit 18 mm Durchmesser
- Diebstahlschutz
- Stahlseil mit Schloss
- Konfigurationen
- 35+30, 35+35, 37+37, 45+38, 45+45 L
- Gewicht
- 11,6 kg pro Paar 35+30
- Dichtigkeit
- Umlaufende Dichtung, IP-Schutzart nicht angegeben
- Träger
- Nur LOBOO, nicht enthalten
- Serienmäßig
- Schloss, Innenbeleuchtung, Innenverkleidung
- Volumen
- 36 L (ein Integralhelm) oder 45 L (zwei Helme)
- Gehäuse
- Aluminium, Edelstahlscharniere
- Verschluss
- Schlüssel, zwei Schlüssel im Lieferumfang enthalten
- Montageplatte
- Nicht enthalten, motorradspezifisch
- Oberflächen
- Schwarz oder Silber
Die komplette Auswahl findest du in den Kollektionen Tankrucksäcke, Heck- und Sitzbanktaschen, Sturzbügeltaschen, Motorradkoffer und Topcases und, wenn du alles auf einer Seite sehen möchtest, Motorradkoffer und -taschen.
Häufig gestellte Fragen zu Motorradtaschen
Welche Arten von Motorradtaschen gibt es?
Wie viele Liter benötigt man für eine einwöchige Motorradtour?
Sind weiche Taschen oder Hartschalenkoffer besser?
Was ist der Unterschied zwischen IPX6 und IPX7?
Kann man Seitentaschen ohne Träger montieren?
Wie viel Gewicht darf ich in Motorradtaschen packen?
Wie breit dürfen Motorradtaschen laut Straßenverkehrsordnung sein?
Passt ein magnetischer Tankrucksack auf einen Kunststofftank?
Passen Sturzbügeltaschen an alle Sturzbügel?
Schützen Airbags bei einem Sturz wirklich?
Warum verrutscht die Hecktasche während der Fahrt?
Kann ich mein Handy in der Außentasche einer wasserdichten Tasche aufbewahren?
Sind Aluminiumkoffer wasserdicht?
Welche Taschen eignen sich am besten fürs Gelände?
Du weißt nicht, mit welcher Tasche du anfangen sollst?
Schreib uns Marke, Modell und Baujahr deines Motorrads und welche Art von Reise du planst. Wir sagen dir vor der Bestellung, welcher Ring, welche Träger und welches Volumen du brauchst. Das gesamte Gepäck findest du unter Motorradkoffer und -taschen und das komplette Sortiment in der LOBOO-Kollektion.
Quellen. IEC 60529, Schutzarten (Prüfparameter zusammengefasst von Oriental Motor, „IP Ratings Chart“); Straßenverkehrsordnung, Art. 170 (Text und Sanktionen von Brocardi.it, Stand 25.04.2026); Dueruote, „Motorrad-Seitenkoffer: Ausladung und Zulassung“ (17.05.2022), zur Auslegung der 50 cm und zum Verweis auf die Verordnung (EU) 44/2014; BMW Group PressClub, „BMW Motorrad präsentiert das Vario-Gepäcksystem für die BMW R 1300 GS“, zu Zuladung und Höchstgeschwindigkeit; LOBOO-Produktdatenblätter und Handbücher auf den Endurrad-Produktseiten. Die Volumenangaben der Tabelle „Liter für Übernachtungen“ sind eine redaktionelle Schätzung von Endurrad. Preise und Verfügbarkeit mit Stand vom 16.10.2026.








