Die Wahl eines Motorrad-Navigationsgeräts ist komplizierter, als es scheint – und das liegt nicht an den Karten. Die Karten sind inzwischen überall gut. Was das Erlebnis auf dem Motorrad wirklich verändert, ist alles andere: ob der Bildschirm in der Mittagssonne lesbar bleibt, ob die Lenkerhalterung acht Stunden auf unbefestigten Straßen standhält, ob das Gerät bei Regen und mit angezogenen Handschuhen weiter funktioniert und ob du nach zwei Jahren plötzlich ein Abonnement bezahlen musst, mit dem du nicht gerechnet hast.
Dieser Leitfaden ist keine Rangliste. Er ist eine Entscheidungshilfe: vier Produktkategorien, sieben wichtige technische Kriterien und ein Entscheidungsweg, mit dem du herausfinden kannst, welche Kategorie zu deiner Art zu reisen passt.
Schnelle Antwort
Ein Motorrad-Navigationsgerät ist ein satellitengestütztes Navigationsgerät, das dafür ausgelegt ist, Regen, Vibrationen und direkter Sonneneinstrahlung standzuhalten und sich mit Handschuhen bedienen zu lassen. Es gibt vier Kategorien: dedizierte GPS-Navigationsgeräte (eigenständige Offline-Karten, 300–600 €), Smart-Displays mit CarPlay und Android Auto (verwenden das Smartphone als Recheneinheit, 250–600 €), Smartphones an einer Halterung (günstig, aber Schäden durch Vibrationen ausgesetzt) und minimalistische Navigationsgeräte mit Pfeilanzeige (150–200 €). Die Wahl hängt von drei Faktoren ab: wie häufig du offline navigierst, wie viel Helligkeit du benötigst und ob du bereit bist, vom Telefon abhängig zu sein.
Warum ein Autonavigationsgerät auf dem Motorrad nicht funktioniert
Der Unterschied liegt nicht in der Software, sondern in den Betriebsbedingungen. Ein am Lenker montiertes Navigationsgerät ist Bedingungen ausgesetzt, denen ein Gerät für das Armaturenbrett niemals begegnet.
Direktes Licht ohne Abschirmung. Im Auto spenden die Windschutzscheibe und das Dach Schatten. Auf dem Motorrad ist der Bildschirm der prallen Sonne ausgesetzt, oft zusammen mit den Reflexionen des Asphalts. Bei einer Helligkeit von weniger als 1.000 Nits wird ein Display in der sommerlichen Mittagssonne unlesbar, und keine Antireflexfolie kann eine unzureichende Hintergrundbeleuchtung ausgleichen.
Hochfrequente Vibrationen. Der Lenker überträgt Schwingungen, die kein Armaturenbrett kennt. Das ist ein konstruktives Problem für die Halterungen und – wie wir sehen werden – ein ernstes Problem für Smartphones.
Wasser, Staub und Temperaturschwankungen. Ein Motorradgerät muss eine echte IP-Zertifizierung aufweisen (mindestens IP67, bei besseren Produkten IP69K) und einen großen Betriebstemperaturbereich abdecken: Hochwertige Displays werden typischerweise für Temperaturen von -20 °C bis 60 °C ausgelegt.
Bedienung mit Handschuhen. Ein herkömmlicher kapazitiver Touchscreen reagiert nicht durch Leder oder eine wasserdichte Membran hindurch. Motorrad-Navigationsgeräte verwenden entweder für Handschuhe kalibrierte Touchscreens oder physische Bedienelemente.
Die vier Kategorien von Motorrad-Navigationsgeräten
1. Dediziertes GPS-Navigationsgerät
Es ist das klassische eigenständige Gerät: eigener GPS-Chip, im Speicher geladene Karten, integrierter Akku – und es funktioniert auch, wenn das Smartphone ausgeschaltet in der Tasche steckt. Garmin und TomTom dominieren diese Kategorie.
Der aktuelle Maßstab ist das Garmin zūmo XT3, das ab dem 20. Februar 2026 in einer 4,7-Zoll-Version für 499,99 Euro und einer 6-Zoll-Version für 599,99 Euro erhältlich ist. Es integriert topografische Karten und auf Offroad-Einsätze ausgerichtete Funktionen. Wer auf der Rennstrecke fährt, kann ein Leistungspaket mit Rundenzeiten, Schräglagenwinkeln und Beschleunigungsdaten aktivieren – für 11,99 Euro im Monat oder 119,99 Euro im Jahr.
Wann es sinnvoll ist. Lange Reisen außerhalb der Netzabdeckung, Offroad-Routen, GPX-Tracks, Nutzung in der Gruppe. Es ist die einzige Kategorie, mit der du bei leerem Smartphone-Akku oder ohne Empfang navigieren kannst, und die einzige, die von Grund auf dafür ausgelegt ist, einem Track statt einer Adresse zu folgen.
Der Nachteil. Hohe Einstiegskosten, eine weniger intuitive Benutzeroberfläche als bei den Apps, die du täglich nutzt, und ein geschlossenes Ökosystem: Du planst mit der Software des Herstellers, nicht mit Google Maps.
2. Smart Displays mit CarPlay und Android Auto
Es ist die am schnellsten gewachsene Kategorie. Das Gerät enthält keine Karten: Es ist ein robustes Display, das das Smartphone über Apple CarPlay oder Android Auto spiegelt. Das Telefon bleibt geschützt in der Tasche, während du am Lenker dieselben Apps hast wie im Auto.
Das Chigee AIO-6 ist derzeit der Maßstab in dieser Kategorie. Es verfügt über ein 6-Zoll-IPS-Display mit 1280 × 720 Pixeln, doppelseitiger Hintergrundbeleuchtung und einer angegebenen Helligkeit von etwa 2.000–2.300 Nits, je nach Version, wiegt 365 Gramm, misst 161 × 90,5 × 22 mm, ist nach IP69K zertifiziert und funktioniert bei Temperaturen zwischen -20 °C und 60 °C. Der Touchscreen ist handschuhkompatibel und verfügt über eine Bildschirmsperrtaste. Zwei technische Details, die in kaum einer Rezension erwähnt werden: Das AIO-6 hat keinen integrierten Akku und muss über die Motorradbatterie mit Strom versorgt werden, und für OTA-Firmware-Updates wird eine nicht im Lieferumfang enthaltene SD-Karte benötigt.
Bei BMW spielt die Kategorie ihre Stärken besonders gut aus: Mit der passenden Halterung liest das Display die nativen Daten des Motorrads aus und lässt sich über den Multi-Controller am Lenker bedienen, ohne die Hände von den Griffen nehmen zu müssen. Deshalb ist diese Lösung bei einer R 1300 GS oder einer R 1250 GS bei der reinen Benutzerfreundlichkeit oft besser als ein dediziertes Navigationsgerät.
In dieser Kategorie gibt es jedoch eine Unterscheidung, die sich zu machen lohnt, weil sie die Abgrenzung zu den dedizierten Navigationsgeräten verschiebt. Einige Smart Displays sind reine Spiegel des Smartphones: Ohne verbundenes Telefon sind sie nur ausgeschaltete Bildschirme. Andere haben einen eigenen Satellitenempfänger.
Das ist beim JADO S6 der Fall, der über ein GNSS mit fünf Satellitensystemen (GPS, BeiDou, Galileo und weitere) für eine vom Telefon unabhängige Positionsbestimmung und Routenaufzeichnung verfügt. Dadurch wird es nicht zu einem eigenständigen Navigationsgerät – das Kartenmaterial bleibt auf dem Smartphone –, aber Routenaufzeichnung, Geschwindigkeitsdaten und die Georeferenzierung der Aufnahmen funktionieren auch ohne Verbindung weiter. Die übrige Ausstattung entspricht der Oberklasse: 6-Zoll-IPS-Display mit bis zu etwa 1.800 Nits, kabelloses CarPlay, Android Auto und HiCar, Dual-Dashcam, IP69K-Zertifizierung mit einem Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 70 °C, 4 GB RAM unter Linux sowie OTA-Updates.
Bei BMW-Modellen mit originaler Vorbereitung gibt es ein spezielles Schnellwechselmodul, das das Auslesen der nativen Motorraddaten und die Steuerung über das Wonder Wheel ermöglicht: Diese Konfiguration löst auf einen Schlag die beiden Probleme, die wir später noch behandeln werden – Befestigung und Diebstahlschutz.
Die Einschränkung. Du bist vom Telefon abhängig: Akku, Datenvolumen und eine stabile Verbindung. Außerdem gibt es eine wenig bekannte Einschränkung: Aus Sicherheitsgründen und gemäß den Vorschriften von CarPlay und Android Auto für Motorräder ist die Videospiegelung nicht zulässig – keine Video-Apps auf dem Display.
Wenn dich diese Kategorie interessiert, findest du den Modellvergleich in unserem vollständigen Ratgeber zu Smart-Displays für Motorräder mit CarPlay und Android Auto.
3. Smartphone an der Halterung
Die günstigste Lösung: eine gute Halterung und das Telefon, das du bereits hast. Sie kostet nur einen Bruchteil der anderen Lösungen und bietet dir die Benutzeroberfläche, die du am besten kennst.
Das Problem, von dem dir fast niemand erzählt. Apple hat dazu eine offizielle Warnung veröffentlicht: Hochfrequente Vibrationen mit großer Amplitude, die von Motoren mit großem Hubraum erzeugt und über den Lenker direkt auf das Telefongehäuse übertragen werden, können die optische Bildstabilisierung und den Autofokus der iPhone-Kamera dauerhaft beschädigen. Das ist kein Forenmythos, sondern ein dokumentierter Schaden, der nicht von der Garantie abgedeckt wird. Wenn du dich für diese Lösung entscheidest, ist eine vibrationsdämpfende Halterung kein optionales Zubehör.
Dazu kommen die praktischen Einschränkungen im Alltag: ein Bildschirm, der sich in der Sonne wegen Überhitzung abschaltet, ein Touchscreen, der bei Regen verrücktspielt, ein Akku, der sich bei aktiviertem GPS und eingeschaltetem Bildschirm schnell leert, sowie das konkrete Risiko, das Telefon auf halber Strecke zu verlieren oder zu beschädigen.
Wann es sinnvoll ist. Stadtverkehr, kurze Strecken, Motorräder mit kleinem Hubraum, knappes Budget. Bei einer zweiwöchigen Reise durch Europa ist dies die Lösung, bei der du am ehesten aufgeschmissen bist.
4. Minimalistisches Pfeil-Navigationsgerät
Eine Nischenkategorie, aber eine sinnvolle: ein kleines rundes Gerät, das keine Karte, sondern nur die einzuschlagende Richtung und die Entfernung anzeigt. Das Telefon bleibt in der Tasche und berechnet die Route, während das Gerät das Wesentliche anzeigt.
Als Referenz gilt das Beeline Moto II, das für etwa 180 Pfund angeboten wird; ein optionales Abonnement für rund 4 Pfund im Monat ergänzt Sprachanweisungen und Live-Verkehrsdaten, ist aber nicht erforderlich. Es konkurriert nicht mit einer speziellen Navigationssoftware, ist aber eine elegante und minimalistische Lösung für alle, die klare und gut lesbare Anweisungen ohne einen großen Bildschirm am Lenker wünschen – eine natürliche Wahl für Scrambler, Café Racer und klassische Motorräder, an denen ein 6-Zoll-Display fehl am Platz wirken würde.
Vergleich der vier Kategorien
| Kategorie | Preisklasse | Offline-Navigation | Hängt vom Telefon ab | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Dediziertes GPS-Navigationsgerät | 300–600 € | Ja, vollständig | Nein | Lange Reisen, Offroad, GPX-Tracks |
| CarPlay- / Android-Auto-Smart-Display | 250–600 € | Nur mit auf dem Telefon heruntergeladenen Karten | Ja | Straßentouren, tägliche Nutzung, BMW-Motorräder mit entsprechender Vorbereitung |
| Smartphone an einer Halterung | 30–150 € (nur Halterung) | Nur mit heruntergeladenen Karten | Vollständig | Stadt, kurze Strecken, minimales Budget |
| Minimalistisches Navigationsgerät mit Pfeilen | 150–250 € | Nein | Ja | Retro-Motorrad, wenn möglichst geringe Abmessungen gefragt sind |
Die sieben wirklich wichtigen Kriterien
Die technischen Datenblätter führen Dutzende von Punkten auf. In der Praxis entscheiden diese sieben Kriterien darüber, ob dir das Navigationsgerät wirklich nützt oder in einer Schublade landet.
- Helligkeit in Nit. Das ist der erste Wert, nach dem du suchen solltest, doch in kaum einer Preisliste wird er hervorgehoben. Unter 1.000 Nit ist der Bildschirm bei voller Sonne nur eingeschränkt nutzbar. Hochwertige Displays liegen zwischen 1.500 und 2.300 Nit.
- Stromversorgung. Interner Akku oder Stromversorgung über das Motorrad? Ein vom Fahrzeug gespeistes Gerät lässt dich nie im Stich, erfordert aber eine fachgerecht ausgeführte elektrische Installation; ein akkubetriebenes Gerät ist einfacher zu montieren, hat aber eine begrenzte Laufzeit. Achtung: Praktisch alle hochwertigen CarPlay-Smart-Displays, einschließlich JADO S6 und Chigee AIO-6, haben keinen internen Akku und müssen mit dem Motorrad verkabelt werden. Wenn du ein Display mit integriertem Akku suchst, schaust du dir eine andere Produktkategorie an, fast immer aus dem niedrigeren Preissegment.
- IP-Zertifizierung. IP67 ist das akzeptable Minimum. IP69K, das zusätzlich Widerstand gegen Wasserstrahlen mit hohem Druck und hoher Temperatur bietet, bedeutet, dass du das Motorrad waschen kannst, ohne etwas abzubauen.
- Umgang mit Vibrationen. Das betrifft die Halterung ebenso wie das Gerät. Eine starre Halterung an einem Einzylinder überträgt alles; eine gedämpfte Halterung verlängert die Lebensdauer jeder Elektronik.
- Echte Offline-Karten. Die konkrete Frage: Funktioniert es in einem Tal ohne Empfang? Ein dediziertes Navigationsgerät ja, konstruktionsbedingt. Beim Smart Display hängt es davon ab, was du vor der Abfahrt auf das Telefon heruntergeladen hast.
- Bedienung mit Handschuhen. Prüfe, ob der Touchscreen ausdrücklich für Motorradhandschuhe kalibriert ist oder ob es eine alternative physische Bedienung gibt.
- Laufende Kosten. Karten-Updates, Datenabonnements, Premiumfunktionen. Der Listenpreis ist nicht der tatsächliche Gerätepreis: Kalkuliere drei Jahre Nutzung, bevor du zwei Produkte vergleichst.
Die eigentliche Schwachstelle ist nicht das Navigationsgerät: Es ist die Halterung.
Nach unserer Erfahrung entstehen die meisten Probleme mit einem Navigationsgerät für Motorräder nicht durch das Gerät. Sie entstehen durch die Halterung.
Eine zu starre Halterung überträgt jede Vibration auf die Elektronik. Eine zu nachgiebige Halterung lässt den Bildschirm schwingen und macht ihn im kurvigen Gelände unlesbar. Eine Universalhalterung an einem konifizierten Lenker klemmt nicht gleichmäßig und verdreht sich beim ersten Schlagloch. Und ein zu hoch montiertes Gerät zwingt dich, den Blick länger von der Straße abzuwenden, als es vernünftig wäre.
Drei praktische Hinweise. Erstens: Wenn dein Motorrad ab Werk über eine Navigationsvorbereitung verfügt, nutze sie – sie ist für die Belastungen und Vibrationen dieses Rahmens ausgelegt. Zweitens: Bei Motorrädern ohne Navigationsvorbereitung ist eine Befestigung an der Gabelbrücke fast immer besser als eine Lenkerhalterung, weil sie an einer größeren Masse arbeitet. Drittens: Ziehe ein Schnellverschlusssystem in Betracht, denn ein während des Parkens am Lenker zurückgelassenes Navigationsgerät ist eine Einladung.
Im Bereich GPS-Halterungen für Motorräder findest du nach Modell gefilterte Lösungen, und in der Kollektion GPS-Navigationsgeräte und CarPlay die Geräte, die wir für den Adventure- und Touring-Einsatz ausgewählt haben.
Welches Navigationsgerät für Motorräder je nach Nutzung wählen
Du unternimmst lange Reisen mit Etappen außerhalb von Ortschaften, auf Schotterstraßen oder mit GPX-Tracks. Dediziertes GPS-Navigationsgerät. Es ist die einzige Kategorie, die nicht von der Datenabdeckung und dem Akku des Smartphones abhängt, und die einzige, die für das Folgen eines Tracks ausgelegt ist.
Du fährst Straßentouren und nutzt täglich dieselben Navigations-Apps. Smart Display mit CarPlay oder Android Auto. Die Bedienung wird unmittelbarer, und bei Motorrädern mit Navigationsvorbereitung ist die Integration in die Lenkerbedienelemente kaum zu übertreffen. Lade die Karten vor der Abfahrt offline herunter.
Du hast eine BMW mit Multi-Controller. Smart Display mit passender Halterung, ohne zu zögern. Das ist der einzige Fall, in dem sich das Navigationsgerät bedienen lässt, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen.
Du fährst überwiegend in der Stadt oder auf kurzen Strecken. Smartphone auf einer hochwertigen vibrationsdämpfenden Halterung. Wähle aber wirklich eine vibrationsdämpfende Halterung: Wer hier spart, riskiert die Kamera des Smartphones.
Du hast ein Retro-Motorrad oder möchtest möglichst wenig Sichtbehinderung. Minimalistisches Navigationsgerät mit Pfeilanzeige. Du verzichtest auf die Karte und gewinnst Übersichtlichkeit und Einfachheit.
Du weißt noch nicht, wie viel du tatsächlich navigieren wirst. Beginne mit einer hochwertigen Halterung und dem Smartphone. Das ist die reversible Lösung: Wenn du feststellst, dass du wenig navigierst, hast du nichts weiter ausgegeben; wenn du viel navigierst, brauchst du die Halterung ohnehin.
Fünf Fehler, die wir am häufigsten sehen
- Nach Zoll statt nach Nits kaufen. Ein großer, wenig heller Bildschirm ist schlechter als ein kleiner, heller Bildschirm.
- Die Stromversorgung ignorieren. Ein Gerät, das Strom vom Motorrad benötigt, muss korrekt verkabelt werden, mit Sicherung und einer geschalteten Abzweigung. Bei unsachgemäßer Ausführung ist die Batterie nach drei Tagen Standzeit leer.
- Das Telefon ohne Dämpfung an einem vibrierenden Motorrad montieren. Schäden an der Kamera sind dokumentiert und werden nicht von der Garantie abgedeckt.
- Karten nicht offline herunterladen. Das gilt für Smart Displays und Smartphones. Die Datenabdeckung verschwindet genau dort, wo du sie am dringendsten brauchst.
- Die Kosten über drei Jahre vernachlässigen. Abonnements und Aktualisierungen können den anfänglichen Preisunterschied zwischen zwei Produkten übersteigen.
Fazit
Das beste Motorrad-Navigationsgerät gibt es nicht: Es gibt die richtige Kategorie für die Art, wie du dein Motorrad nutzt. Wer außerhalb der Netzabdeckung viele Kilometer zurücklegt, braucht echte Unabhängigkeit und entscheidet sich für ein dediziertes Gerät. Wer auf der Straße tourt und seine eigenen Apps am Lenker nutzen möchte, wählt ein Smart Display. Wer sich in der Stadt bewegt, muss keine Hunderte Euro ausgeben, solange das Telefon vor Vibrationen geschützt ist.
Was alle Optionen gemeinsam haben, ist der Aspekt, den beim Kauf fast niemand berücksichtigt: die Bildschirmhelligkeit, die Qualität der Halterung und die tatsächlichen Kosten über drei Jahre. Wenn du dich an diesen drei Punkten statt am Datenblatt orientierst, liegst du nur schwer falsch.
Häufig gestellte Fragen zum Motorrad-Navigationsgerät
Was ist der Unterschied zwischen einem Motorrad-Navigationsgerät und einem CarPlay-Smart-Display?
Ein dediziertes Navigationsgerät verfügt über eigene Karten und ein eigenes GPS und funktioniert selbstständig, auch ohne Smartphone. Ein Smart Display enthält keine Karten: Es spiegelt den Bildschirm des Telefons über CarPlay oder Android Auto und ist daher für die Routenberechnung und das Kartenmaterial vom Telefon abhängig.
Brauche ich wirklich ein Motorrad-Navigationsgerät, wenn ich ein Smartphone habe?
Das hängt von der Nutzung ab. In der Stadt reicht ein Smartphone an einer guten vibrationsdämpfenden Halterung aus. Auf langen Reisen, Offroad-Routen oder in Gebieten ohne Datenempfang verringert ein dediziertes Gerät oder ein Smart Display mit offline heruntergeladenen Karten das Risiko, ohne Navigation dazustehen, deutlich.
Beschädigen die Vibrationen des Motorrads das Smartphone?
Ja, und es handelt sich um ein dokumentiertes Risiko. Apple hat eine offizielle Warnung veröffentlicht, der zufolge Vibrationen mit hoher Amplitude von großvolumigen Motoren die optische Bildstabilisierung und den Autofokus der iPhone-Kamera dauerhaft beschädigen können. Eine Halterung mit Vibrationsdämpfung ist die notwendige Gegenmaßnahme.
Wie viele Nits sind nötig, um den Bildschirm in der Sonne abzulesen?
Unter 1.000 Nits ist die Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung beeinträchtigt. Für Motorräder entwickelte Geräte bieten typischerweise 1.500 bis 2.300 Nits, eine verstärkte Hintergrundbeleuchtung und entspiegelnde Beschichtungen.
Wie viel kostet ein Motorrad-Navigationsgerät?
Ein hochwertiges spezielles GPS-Navigationsgerät kostet zwischen 300 und 600 Euro. CarPlay- und Android-Auto-Smart-Displays decken eine ähnliche Preisspanne von 250 bis 600 Euro ab. Minimalistische Navigationsgeräte mit Pfeilanzeige kosten zwischen 150 und 250 Euro. Zum Listenpreis kommen gegebenenfalls Abonnements und Kartenaktualisierungen hinzu.
Funktioniert das Motorrad-Navigationsgerät mit Handschuhen?
Für Motorräder entwickelte Modelle ja: Sie verwenden für die Handschuhnutzung kalibrierte Touchscreens oder verfügen über physische Bedienelemente. Allgemeine Geräte mit standardmäßigen kapazitiven Touchscreens, einschließlich Smartphones, funktionieren in der Regel nicht – es sei denn, die Handschuhe haben leitfähige Einsätze an den Fingerspitzen.
Kann ich ein Motorrad-Navigationsgerät auch bei Regen verwenden?
Ja, sofern es über eine geeignete IP-Zertifizierung verfügt. IP67 ist das empfehlenswerte Minimum; IP69K bietet zusätzlichen Schutz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen, was auch beim Waschen des Motorrads nützlich ist.
Welches ist das beste Motorrad-Navigationsgerät für den Offroad-Einsatz?
Für den Offroad-Einsatz sind die Fähigkeit, GPX-Tracks ohne Datenverbindung zu folgen, die Verfügbarkeit topografischer Karten und die mechanische Robustheit entscheidend. In diesem Szenario haben spezielle GPS-Navigationsgeräte gegenüber smartphonebasierten Lösungen weiterhin einen strukturellen Vorteil.
Sollte ich das Navigationsgerät am Lenker oder an der Gabelbrücke montieren?
Bei Motorrädern ohne werkseitige Vorrüstung ist die Befestigung an der Gabelbrücke in der Regel vorzuziehen, da sie an einer größeren Masse angebracht ist und weniger Vibrationen überträgt. Verfügt das Motorrad über eine originale Navigationsvorbereitung, sollte diese verwendet werden.
Wo kann ich ein Motorrad-Navigationsgerät und die passende Halterung kaufen?
Auf Endurrad.com findest du Navigationsgeräte, Smart Displays und spezielle Halterungen, gefiltert nach Motorradmodell, mit Kompatibilitätsprüfung vor dem Kauf.
Quellen: Garmin (Spezifikationen und Preise des zūmo XT3, Februar 2026), CHIGEE (offizielle technische Dokumentation und FAQs der AIO-6-Serie), JADO (Spezifikationen des S6), Bennetts BikeSocial (unabhängige Tests von Smart Displays und Motorrad-Navigationsgeräten), Apple Support (Warnung vor Vibrationen großvolumiger Motoren). Artikel aktualisiert im August 2026.



























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