Aufblasbare Motorradtaschen
Aufblasbare Motorradtaschen sind Taschen, deren Körper aus einer luftdichten Luftkammer besteht: Im entleerten Zustand bleiben sie halbsteif und benötigen wenig Platz, aufgeblasen werden sie zu einem elastischen Polster, das den Hohlraum zwischen der Motorradstruktur und dem Gepäck ausfüllt. Der Hersteller LOBOO gibt für diese Technologie eine Tragfähigkeit von mindestens 300 kg pro aufgeblasener Tasche und eine Schutzdauer von mindestens 6 Stunden pro Aufpumpvorgang an.
Die zwei Familien: Crash Bars und Seitentaschen
Unter dem Begriff „aufblasbare Motorradtaschen“ fallen zwei verschiedene Produkte, die an unterschiedlichen Stellen des Motorrads montiert werden und unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden.
- Aufblasbare Crash-Bar-Taschen — 6 L pro Tasche (insgesamt 12 L), werden an Rundrohr-Motorschutzbügeln mit Ø 25 mm befestigt. Sie nutzen den unregelmäßigen Raum zwischen Bügeln und Seitenverkleidungen und dienen als schnell zugänglicher Stauraum für Reifenpannensets, Regenbekleidung, Dokumente und Handschuhe. Sie ergänzen die Koffer und ersetzen sie nicht.
- Aufblasbare Seitentaschen — 23 L oder 30 L pro Seite, werden an 18-mm-Seitenrahmen befestigt und ersetzen einen Satz Seitenkoffer. Dasselbe aufblasbare Prinzip, aber mit dem Volumen von Hauptgepäck.
So wählen Sie richtig
Die Kompatibilität hängt nicht vom Motorradmodell ab, sondern vom Rohrdurchmesser, an dem die Tasche befestigt wird: 25 mm bei den Crash-Bar-Versionen, 18 mm bei den Rahmen für Seitentaschen. Messen Sie das Rohr vor der Bestellung mit einem Messschieber oder legen Sie ein Maßband darum und teilen Sie den Umfang durch 3,14.
Prüfen Sie anschließend, dass die Tasche nicht mit Auspuff, Zylinderköpfen oder dem Lenkanschlag kollidiert und dass der gewählte Rohrabschnitt über die gesamte Breite der Tasche frei ist.
Aufblasbar oder starr
Ein Aluminiumkoffer bietet mehr Volumen sowie eine robuste Schale gegen Stöße und Aufbruch, erfordert jedoch spezielle Träger und bleibt das ganze Jahr über am Motorrad. Eine aufblasbare Tasche ist günstiger, benötigt keine Träger, wenn bereits Bügel vorhanden sind, verschwindet bei Nichtgebrauch und nutzt ansonsten ungenutzten Raum: Dafür ist das Volumen geringer und der Inhalt nicht durch eine starre Schale geschützt.
Verwandte Produkte
Wenn Sie noch keine Befestigungsbügel haben, finden Sie auf Endurrad Crash Bars und Motorschutzbügel. Für nicht aufblasbare Versionen mit starrer Innenstruktur sehen Sie sich die Crash-Bar-Taschen an, und für vollständiges Gepäck die Motorradkoffer und -taschen.
Häufig gestellte Fragen
Können aufblasbare Motorradtaschen durchstochen werden?
Der Körper besteht aus TPU-Gewebe auf einer Basis aus 840D-Nylon, demselben Materialtyp wie bei wasserdichten Motorradtaschen: Ein Loch erfordert eine gezielte Perforation und entsteht nicht durch normale Reibung. Sollte die Tasche Luft verlieren, bleibt der Inhalt darin und die Tasche befestigt, da die Befestigung nicht vom Luftdruck abhängt.
Benötigt man eine Pumpe oder einen Kompressor?
Nein. Das Aufpumpen erfolgt von Hand über ein Rückschlagventil mit integrierter Pumpe.
Sind sie ein zugelassenes Sicherheitsprodukt?
Nein. Die angegebene Tragfähigkeit bezieht sich auf die aufgeblasene Tasche im statischen Test: Sie ist ein zusätzliches passives Schutzelement und ersetzt weder Motorschutzbügel noch Schutzkleidung.









